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Das Fußballvereinsregister: Zehn Jahre - Zehn Meilensteine

24.11.2007: Alle Amtlichen Mitteilungen komplett

 

"Gut Ding will Weile haben" 1

 

 

Titelbild der ersten AM vom 1.3.1947

 

 

Titelbild der ersten AM in Farbe 01/1996

 

Technische Daten und Ablauf

Neun Jahre Projektdauer, 2.900 Ausgaben, zigtausend Kopien, neun Regalmeter, 114 prall gefüllte Aktenordner. So lesen sich die Rahmendaten des größten Archivprojektes in der Geschichte des Fußballvereinsregisters. Eine verrückte Idee, die zuerst für die Zeit von 1947 bis 1963 gedacht war, dann bis 1968 (vorläufige Einstellung der Relegationsrunden), dann bis 1974 (Gründerjahre des Frauenfußballs und Ende der Regionalliga West) und im Endstadium, das heisst im Frühjahr 2006, als sich die Einstellung der Papier-AMs abzeichnete schließlich die Entscheidung: Wenn schon, denn schon! Oder mit anderen Worten: alle AMs bis Ende 2006 und danach die elektronische Form.


Aspekte der Fußballstatistik

Damit dürfe das Fußballvereinsregister unter allen Institutionen, die mit Fußballstatistiken zu tun haben, das einzige Projekt sein, das alle Ausgaben von Amtlichen Mitteilungen eines der sieben größte Landesverbände im DFB von der ersten Ausgabe an bis in die Gegenwart in seinem Archiv hat.

 

Sportliche Aspekte

Die beiden Kopiergeräte, die die Geschäftsstelle in diesem Zeitraum hatte erfreuten sich bis zu sechsstündiger Dauerbelastungstests, wenn ein verrückter Kölner Schüler bzw. später Soldat bzw. Azubi bzw. kfm. Angestellter bzw. Student ausrückte. Mit dem alten Gerät waren bis zu 290 Seiten pro Stunde möglich, mit dem neuen Gerät gar 380 Seiten pro Stunde. Ab 1983 waren die Schriftbilder der AMs groß genug für das 2 Seiten auf 1 - verfahren, daraus erklärt sich auch, dass die letzten 25 Jahrgänge in nur anderthalb Jahren geschafft wurden. Der persönliche Tagesrekord vom ehemaligen Ausdauersportler Michael Kresse liegt bei 3.370 Seiten (AM 27/1986 - AM 21/1991), aufgestellt am 18.09.2007.

 

Eltern dieses Erfolgs sind neben Initiator Michael Kresse vor allem zwei hauptamtliche Mitarbeiter des Verbandes: Hans-Willy Zolper (Geschäftsführer vom 1.1.1991 bis 31.12.2007) sowie Empfangssekretärin Eva-Maria Hildebrand. Sie unterstützten die Idee von der ersten Minute an und waren i der Zeitplanung stets zuvorkommend uns gegenüber. Ohne die beiden könnten wir heute nicht auf diesen Fundus zurückgreifen, wie er in Deutschland kein zweites Mal zu finden sein dürfte.

 

Bedeutung des AM-Bestandes für Verband und Fußballstatistik

Aufmerksame Leser unserer Jahrbücher bzw. unserer elektronischen Veröffentlichung "Das Fußballvereinsregister auf CD-ROM" haben sich sicher schon ob der Meisterlisten und historischen Rückblicke in den Jahrbüchern und der geballten Informationen ob aller Tabellen und Vereine eines Kreises gewundert. Ohne den AM-Bestand hätten wir diese Möglichkeit nicht. Vor allem bei den Jahrbüchern, seit 2007 offizieller Nachfolger der Tabellen-AMs des FVM macht dieser Fundus einen erheblichen Anteil ob der Einmaligkeit dieser Bücher aus. Gerade das erkannte Herr Zolper, selber ein leidenschaftlicher Fußballstatatistiker und - Historiker, von Anfang an. Die Zeit sollte ihm Recht geben.

 

Finanzierung

Die Tabellen-AMs waren nicht nur das größte, sondern auch das mit Abstand teuerste Projekt unserer eigenen Geschichte. Da wir weder Sponsoren, noch Mitgliederbeiträge oder andere, externe Kostenerstattungen haben, entstand 2003 die Idee, das Fußballvereinsregister auf CD-ROM zu veröffentlichen. Kenner wissen, dass sie hier zu ihrem Kreis alles finden, was das Herz begehrt. ab 1948 mit allen verfügbaren Tabellen und Werdegängen der Vereine. Die Erlöse aus dem Verkauf dieser CD haben wir hierfür verwendet, sie haben einen Teil zur Finanzierung beigetragen. Der Rest wurde vor allem in dessen Azubi- und Angestelltenzeit von Michael Kresse selbst getragen.

 

Ausblick auf weitere Großprojekte

Mit der Vollendung bei den AMs endet natürlich nicht unsere Recherchearbeit. Nachdem wir in den letzten Jahren punktuell bereits Zeitungen in den Archiven des Verbandsgebietes eingesehen und abgeschrieben bzw. mit Beginn der digitalen Fotografie auch elektronisch erfasst haben, folgt nun die vor allem digitale Erfassung von Lokalsportausgaben der hiesigen Tageszeitungen. Dieses Vorhaben hat vor allem den Vorteil, dass es kein Geld für Kopierkosten verschlingt und es ist ganz besonders platz sparend! Folgende Bestände liegen uns bereits vor:

  • Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe Köln-Stadt, Rubrik "Kölner Sport" vom 1.1.1968 bis 30.06.2003 (elektronisch und zum Teil auch Originale)

  • Bonner General-Anzeiger, Ausgabe Bonn, Lokalsport von August 1996 bis Juni 2006

  • Aachener (Volks-) Zeitung, Aachener Ausgabe, Lokalsport von August 1995 bis Juni 2006

Demnächst werden wir die Digitalisierung aller Ausgaben des Liga-Stars beginnen. So einzigartig dieser Bestand auch sein mag, die Entwicklung ist ohne Frage noch lange nicht abgeschlossen!

  

Externe Quellen:

1: Deutsche Volksweisheit .

 

 

Diese Seite ist privat und nicht offiziell, alle Angaben erfolgen daher ohne Gewähr!

Zuletzt aktualisiert: 12.08.2010

© 2008 bei Michael Kresse, 51061 Köln-Flittard